Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Das diesjährige Thema der Interclassics Show — die vom 15. bis 18. Januar 2026 in Maastricht stattfindet — lautet „Legends of the Rising Sun“. In den Worten der Veranstalter: „Wir möchten den Besuchern eine neue Seite der Automobilgeschichte zeigen. Japanische Sportwagen sind nicht nur technisch beeindruckend, sondern besitzen auch einen hohen kulturellen Wert. Jedes Modell erzählt eine Geschichte von Hingabe, Leidenschaft und Raffinesse. Es ist uns daher eine Ehre, diese Fahrzeuge nach Maastricht zu bringen und ihre Geschichte zu präsentieren.“
Das bedeutet, dass unter anderem ein Toyota 2000GT, ein Datsun 240Z und ein Honda NSX zu sehen sein werden, ebenso wie eine Replik des Suzuki Fronte, mit dem Stirling Moss von Mailand nach Neapel fuhr, sowie der legendäre Mazda 787B Rennwagen.
Soweit, so gut. Doch auch wenn man ihnen im Alltag kaum begegnet, wirken diese Auswahlstücke vielleicht — nun ja — etwas vorhersehbar? Ähnlich wie der Jaguar E-Type für die britische Automobilindustrie, der Ferrari Daytona für Italien, der Citroën DS für Frankreich oder der Mercedes-Benz 300 SL Gullwing für Deutschland. Schön — ohne Frage — aber haben wir sie nicht schon unzählige Male auf Messen und Veranstaltungen, auf Magazincovern und in Online-Berichten gesehen?
Deshalb stellen wir Ihnen lieber einen deutlich unbekannteren Sportwagenhersteller aus dem Land der aufgehenden Sonne vor: Carrozzeria Watanabe. Dieser faszinierende Nischen-Karosseriebauer wurde 1970 in Yokohama von Masao Watanabe gegründet und zeichnete sich für stark unterschätzte GTs verantwortlich, darunter der auf dem Honda S600 basierende Flying Pegasus und Griffon, der vom Ferrari P4 inspirierte und von einem Nissan Skyline angetriebene Lycaon sowie der spätere Afghan mit Chevrolet-Corvette-Motor. Die Produktionszahlen überschritten nur selten einige Dutzend Exemplare — selbst optimistisch betrachtet — weshalb erhaltene Fahrzeuge extrem selten sind. Die Chance, in Maastricht einem Watanabe Griffon zu begegnen, ist daher äußerst gering, doch genau deshalb zeigen wir ihn hier. Masao Watanabe verstarb 2003, doch das Unternehmen — heute von seinem Bruder geführt — ist nach wie vor aktiv und fertigt Leichtmetallräder für die japanische Klassikerszene.
Text: Jeroen Booij
Bilder: Coachbuild
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