Filter

Broad Arrows wunderschöne Nachkriegs-Exoten unter den Hammer auf Amelia Island

Jedes Jahr freuen sich Sammler aus aller Welt auf das Amelia Island Concours d’Elegance, das für viele das Ende des Winters und den Beginn einer neuen Oldtimer-Saison markiert. Während das Concours selbst das Hauptereignis ist, stellt die Broad Arrow-Auktion eine ebenso spannende Attraktion dar—eine perfekte Gelegenheit für Enthusiasten, eine besondere Rarität für ihre Sammlung zu ergattern.

Obwohl die Auktion erst am 7. und 8. März stattfindet, hat Broad Arrow bereits einen beeindruckenden Katalog vorgestellt, in dem einige seltene und außergewöhnliche Sportwagen der Nachkriegszeit zu den Höhepunkten gehören. Hier sind einige der herausragendsten Exemplare:

 

1958 BMW 507 Series II Roadster (2.100.000 - 2.300.000 $)
Das Chassis 70110 wurde am 14. Januar 1958 fertiggestellt und ist eines von 21 Exemplaren, die in Silbergrau ausgeliefert wurden—eine Farbe, in der es inzwischen restauriert wurde. Nach einer kurzen Ausstellung in München wurde der Wagen nach Venezuela exportiert, wo er von Gustavo Zingg, dem wichtigsten BMW-Importeur des Landes, erworben wurde.

1960 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde zwischen 2006 und 2008 umfassend restauriert. Im Jahr 2014 wurde das Fahrzeug bei BMW Classic einer Authentizitätsprüfung unterzogen, bei der es beeindruckende 900 von 1.000 Punkten erzielte. Besonders gelobt wurden die originalen Rudge-Felgen mit Datumstempel, die erhalten geblieben sind. Auch andere Details, wie das Becker Europa-Radio und der Hazet-Werkzeugkasten, machen dieses Exemplar zu einer wahren Referenz in Sachen Originalität.

 

1948 Alfa Romeo 6C 2500 Super Sport Coupé von Touring (300.000 - 350.000 $)
Mit seinem glänzenden Chrom und der himmelblauen Lackierung wirkt dieser Alfa Romeo wie gemacht für eine Fahrt entlang der italienischen Riviera. Genau das taten viele seiner Schwestermodelle—doch Chassis 915649 weckte das Interesse von John Perona, dem Besitzer des legendären El Morocco Nightclub in New York.

Der Wagen wurde 1950 von Turin nach New York verschifft und blieb bis 1958 im Besitz von Perona. Der nächste Eigentümer zerlegte ihn für eine geplante Restaurierung, doch diese wurde immer wieder aufgeschoben und begann erst 2014. Nach mehreren Jahren sorgfältiger Arbeit wurde der Alfa auf höchstem Niveau restauriert. Seitdem hat er lediglich neun Meilen zurückgelegt.

Ein weiteres Highlight: Er gehört zu den nur 16 Super Sport Coupés, die mit Tourings Aerlux-Panoramadach aus Acrylglas ausgestattet wurden.

 

1964 Apollo 5000 GT (160.000 - 190.000 $)
Exotischer als ein Apollo kann ein Sportwagen kaum sein. Nur 76 GTs wurden während einer unregelmäßigen Produktionszeit gebaut, und obwohl Apollo nie den Ruhm von Ferrari, Lamborghini oder Maserati erlangte, kann sein Design problemlos mit den besten italienischen GTs der 1960er Jahre mithalten.

Allerdings hat der Apollo eine Besonderheit: Er ist nicht wirklich italienisch. Milt Brown, ein junger Ingenieur aus Kalifornien, war begeistert von europäischen GTs und beschloss, seine eigene Alternative zu bauen. Er hatte keine Erfahrung mit Karosseriebau, konnte aber eine Kooperation mit Intermeccanica in Turin arrangieren, die die Fastback- und Spider-Karosserien fertigten. Diese wurden nach Oakland verschifft, wo Brown sie in seiner Firma International Motor Cars mit einem Buick 215 c.i. V8-Motor ausstattete—eine Kombination, die für beeindruckende Leistung sorgte.

Doch Chassis 1074 ist nicht irgendein Apollo: Er gehörte Milt Brown persönlich und ist ein bemerkenswert original erhaltenes Exemplar, das nur 4.000 Meilen gefahren wurde.

 

1948 Chevrolet Fleetmaster Station Wagon (70.000 - 90.000 $)
Am anderen Ende des Spektrums steht dieser Chevrolet "Woodie", der nie mit Ferrari konkurrieren sollte. Er wurde als robustes Arbeitspferd konzipiert und war wahrscheinlich 10 bis 15 Jahre lang im täglichen Einsatz, bevor er verschlissen war.

Die Kombination aus harte Beanspruchung und einem hölzernen Rahmen, der bei mangelnder Pflege verrottete, erklärt, warum Station Wagons der 1940er Jahre heute extrem selten sind.

Ein weiterer Faktor war der hohe Preis: Mit 2.013 $ war der Fleetmaster Wagon das teuerste Chevrolet-Modell von 1948. Nur 10.171 Exemplare wurden produziert, was ihn bereits ab Werk zum seltensten Chevrolet des Modelljahres machte.

In den frühen 1960er Jahren begannen alte Woodies jedoch an Popularität zu gewinnen—dank des Einflusses der Beach Boys, Jan & Dean und der aufkommenden Surf- und Hot-Rod-Kultur.

Dieses wunderschön restaurierte Exemplar zeigt deutlich diese Inspiration: Es ist mit zeitgenössischem Zubehör ausgestattet, darunter ein Surfbrettträger, eine Sonnenblende, Kotflügelverkleidungen und ein Appleton-Suchscheinwerfer. Surf City, here we come!

 

Ein Event, das man nicht verpassen sollte


Das Amelia Island Concours d’Elegance findet vom 7. bis 9. März 2025 statt, mit der Broad Arrow-Auktion am 7. und 8. März im Ritz-Carlton Hotel.

 

Klicken Sie hier, um weitere Fahrzeuge zu entdecken, die versteigert werden.

 

Publiziert:
Mittwoch Februar 26th, 2025

Kommentar abgeben...


Melden Sie sich an, um Ihre Reaktion direkt zu veröffentlichen

Bilder zu Ihrer Reaktion hochladen