Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Es ist viele Jahre her, dass wir über den Emery GT geschrieben haben. Und ehrlich gesagt ist seitdem nicht viel passiert. So bleibt der GT von 1963, vorgestellt auf der Racing Car Show in London von Initiator Paul Emery, ein kleines Rätsel. Schade, denn wir mögen das Auto sehr. Vielleicht bringt dieses Update ein wenig Neues?
Paul Emery, bereits bekannt für seine Konstruktionen von Specials und Rennwagen, war ein wahrer Zauberer, wenn es um den Hillman-Imp-Antriebsstrang ging. Es überrascht also kaum, dass sein Emery GT ebenfalls vom Imp angetrieben wurde. Der Motor saß in einem Gitterrohrrahmen, und mit seiner extrem niedrigen und formschönen Karosserie war der Wagen ein besonders leichtes, elegant gestaltetes Gerät.
Ein großer Erfolg wurde er jedoch nicht. Man geht davon aus, dass nicht mehr als vier Emery GTs gebaut wurden – der erste mit Aluminiumkarosserie, die übrigen aus Fiberglas. Jeremy Delmar-Morgan fuhr einen bei Rennen in Brands Hatch, Mallory Park, Aintree, Silverstone und sogar auf der Nürburgring-Nordschleife. Weitere Fahrer waren Brian Lambert, P. McHugh, R.J. Leslie und Laurie Goodwin. Und vor allem John Markey, der einige Jahre einen Werkswagen einsetzte und später als Privatfahrer antrat.
Doch diese Fahrzeuge sind völlig aus dem öffentlichen Blick verschwunden. Seit Ewigkeiten wurde kein einziges Exemplar mehr gesehen. Man glaubt jedoch, dass sich einer in den Vereinigten Staaten versteckt – es sind einmal ein paar Fotos aufgetaucht, doch die dürften inzwischen Jahrzehnte alt sein. Ein weiterer soll in Deutschland stehen, möglicherweise der Nürburgring-Einsatzwagen. Ob diese Autos noch existieren oder ob sie irgendwo in Scheunen schlummern und auf ihre Wiederentdeckung warten, bleibt ungewiss.
Words and picture: Jeroen Booij