Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Auf der InterClassics Maastricht 2026, bei der Legends of the Rising Sun im Mittelpunkt steht, verkörpert die bemerkenswerte Kawasaki Tri-Magnum von 1985 eine Verbindung aus japanischer Raffinesse, amerikanischer Einfallskraft und exzentrischem Design.
Diese ungewöhnliche Maschine, angeboten über Happy Old Iron, spiegelt den kreativen Mut und den technischen Pioniergeist der frühen 1980er-Jahre wider — eine Zeit, in der Motorradhersteller und Enthusiasten bewusst die Grenzen klassischer Fahrzeugkategorien ausloteten. Besonders ist der Charakter der Tri-Magnum: weder ein herkömmliches Motorrad noch ein klassischer Sportwagen, sondern ein dreirädriger „Reverse Trike“-Bausatz, in dem Motorrad- und Autoelemente zusammenkommen. Das Konzept stammt von Robert Q. Riley, einem US-amerikanischen Designer, der für seine innovativen und oft experimentellen Fahrzeuge bekannt ist. Ab 1981 vorgestellt, blieb die Tri-Magnum ein Nischenphänomen — eine untypische Brücke zwischen Motorrad und Auto.
Das auf der InterClassics gezeigte Exemplar wurde 1985 gebaut und basiert auf dem imposanten Herz eines Kawasaki-Z1300-Motors: einem sechszylindrigen 1300-ccm-Reihenmotor mit rund 130 PS, der bereits in seiner ursprünglichen Motorradkonfiguration durch Leistung und Feinheit beeindruckte. In der Tri-Magnum wird diese Kraft mit einer leichten GFK-Dreiradkarosserie und einer Volkswagen-Käfer-Vorderachse kombiniert — das Ergebnis ist ein raues, zugleich aber spielerisches Fahrerlebnis.
Die Dynamik eines Reverse Trike — zwei Räder vorn, eines hinten — bietet ein besonderes Fahrgefühl: stabiler in Kurven als klassische Motorradkonzepte und dennoch wesentlich direkter als herkömmliche Automobile. Fahrer schätzen an der Tri-Magnum ihre einzigartige Mischung aus Kraft, Exzentrik und Seltenheit.
Auf der InterClassics Maastricht passt diese Tri-Magnum perfekt zu Legends of the Rising Sun: kein traditionelles Klassikermodell, sondern ein Beispiel dafür, wie japanische Technik in unerwartigen Formen Gestalt annimmt. Sie wird am Stand von PostWarClassic.de (N.746) präsentiert.