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Italienische Schmuckstücke, die bei der Artcurial-Auktion auf der Rétromobile begeistern werden

Das Salon Rétromobile steht unmittelbar bevor, und man kann fast das aufgeregte Murmeln der Enthusiasten hören, die nach Paris strömen – viele mit der Hoffnung, mit einem neuen Klassiker im Schlepptau nach Hause zurückzukehren. Eine der besten Gelegenheiten, ein Fahrzeug auf der Rétromobile zu erwerben, ist zweifellos die Artcurial-Auktion, die am 7. und 8. Februar stattfindet. Dutzende exquisite Oldtimer, Motorräder und sogar einige Nutzfahrzeuge kommen unter den Hammer. Wenn wir ein unbegrenztes Budget hätten, könnten wir ohne Mühe mehrere Garagen füllen! Für die meisten von uns bleibt es jedoch beim Träumen von ein oder zwei Autos – doch bei so vielen faszinierenden Angeboten fällt die Auswahl schwer. Hier sind einige Highlights…

 

Für viele stellt der Ferrari 275 GTB von 1966 mit Aluminiumkarosserie (ohne Mindestgebot, geschätzt auf 2.000.000–3.000.000 Euro) das absolute Highlight der Auktion dar. Einer von nur 93 mit einer vollständig aus Aluminium gefertigten Karosserie, wurde er ursprünglich in Argento Metallizato mit einem Nero-Interieur und Dreifachvergasern an Noris Lastucci aus Prato bei Florenz geliefert, der ihn bis 1969 behielt. 1970 geriet der Wagen in die Hände eines niederländischen Kriminellen, der, nach seiner Inhaftierung, das Fahrzeug auf einem Außenparkplatz zurückließ. 1971 wurde der Ferrari von einem niederländischen Ärztepaar gerettet und in metallic-hellblau umlackiert. In den 1990er Jahren erhielt er die vorhersehbare Farbe rosso corsa. Zwar wurde später ein moderner Überrollkäfig installiert, was ihm einige Punkte in puncto Originalität kostet, doch bleibt er ein beeindruckendes Fahrzeug, das hoffentlich von einem ernsthaften Sammler geschätzt und mit Fingerspitzengefühl weiter verbessert wird.

 

Das Problem mit Ferrari ist natürlich, dass jeder einen möchte... Wer jedoch außerhalb der ausgetretenen Pfade sucht, könnte etwas ebenso Schönes, aber viel Selteneres zu einem Bruchteil des Preises finden. Wir sind begeistert von dem Alfa Romeo 2600 SZ von 1967 (150.000–200.000 Euro). Mit seinem aggressiv geneigten Kühlergrill und den rechteckigen Scheinwerfern verkörpert das Design die Avantgarde des italienischen Modernismus, während der Schätzpreis bescheiden bleibt. Dieses Exemplar ist das vorletzte von 105 produzierten Fahrzeugen und wurde ursprünglich in Grigio Metallizato nach Lugano, Schweiz, ausgeliefert. Es wurde in den 1990er Jahren von einem Sammler erworben und 2006 von Carrozzeria Touring vollständig restauriert. Seitdem wurde es nur selten bewegt, abgesehen von einem Auftritt beim Concours d’Élégance Paleis Het Loo im Jahr 2010, wo es seine Klasse gewann.

 

Noch seltener und dennoch erschwinglicher ist der Fiat 1100/103 TV Desirée Coupé von Vignale aus dem Jahr 1957 (80.000–120.000 Euro). Einer von nur drei nach einem Design von Michelotti gefertigten Wagen. Dieses Exemplar wurde ursprünglich von Maria Cajani aus San Remo gefahren und 1972 vom Präsidenten des Automotoclub Storico Italiano erworben. Vor etwa zehn Jahren restauriert, verfügt es über eine detaillierte Historie und wäre ein echtes Highlight bei jedem Concours d’Élégance.

Natürlich muss man auf der Rétromobile weder sechsstellige Beträge ausgeben noch einen italienischen GT kaufen. Eine der besten Gelegenheiten könnte ein bescheidener Volkswagen Käfer von 1950 sein (ohne Mindestgebot, geschätzt auf 20.000–30.000 Euro). Dieses Fahrzeug wurde ursprünglich in Midnight Blue über Walter Glocker in Frankfurt verkauft. Die Erstbesitzerin übergab ihn 1954 an ihren Onkel, der ihn wiederum 1964 an ihren Vater weitergab. Unglaublich, aber der Wagen ist bis heute in Familienbesitz und wurde gut gepflegt. Obwohl er vor Jahren in ein helleres Blau umlackiert wurde, ist der originale Farbton darunter noch sichtbar. Er ist ein außergewöhnlich originales Exemplar, das bei jedem Erhaltungsevent sicher für Aufsehen sorgen wird.

Keine Rétromobile-Auktion wäre komplett ohne ein bisschen Exzentrik, und der Packard Super Eight "Yacht" von 1937/48, karossiert von Chapron (250.000–350.000 Euro), erfüllt diese Rolle perfekt. Das Vorkriegsfahrgestell erhielt 1948 eine neue Karosserie, in Auftrag gegeben von Louis Réard, dem Erfinder des Bikinis. Der Wagen erschien 1949 beim Concours von Enghien-les-Bains und begleitete den Tour de France, stets mit einer Gruppe Bikini-modellierter Damen auf dem Heck. Seit 1987 wurde das Fahrzeug nicht mehr öffentlich gezeigt und ist in einem bemerkenswert originalen Zustand erhalten geblieben.

 

Das vollständige Auktionsangebot enthält noch viele weitere Schätze. Werfen Sie einen Blick hier.

 

Das Salon Rétromobile findet vom 5. bis 9. Februar in der Expo Porte de Versailles in Paris statt. Für weitere Informationen und Tickets klicken Sie hier.

 

Publiziert:
Montag Februar 3rd, 2025

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