Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Hat eigentlich irgendjemand eine Ahnung, wie viele Bücher inzwischen über Ferrari geschrieben wurden? Es dürften wohl Tausende sein. Und irgendwie haben wir den Verdacht, dass die Sprache in 99 Prozent davon ausschließlich aus Lobpreisungen und Verehrung besteht. Ehrlich gesagt ziemlich beängstigend. Viel unterhaltsamer wäre es doch, über Ferraris Fehlgriffe zu lesen, denn meine Güte — unter dem springenden Pferd sind im Laufe der Jahre einige ausgesprochen seltsame Konstruktionen entstanden.
Einer der unbestrittenen Titelstars unseres geplanten Buches Frightful Ferraris wäre zweifellos jener Wagen, den Gooding & Company im kommenden Monat bei seiner Pebble Beach Auctions-Versteigerung anbietet. Es handelt sich um einen Ferrari 330 GT von 1966 — allerdings nicht so, wie wir ihn kennen. Dieses Exemplar wurde von Carrozzeria Sports Cars in Modena im Auftrag eines italienischen Nachtclubbesitzers gebaut. Um die Sprache klassischer Ferrari-Bücher zu bemühen: Er ist „unkonventionell“. Von den beinahe comicartigen Flying Buttresses bis hin zum goldenen Lack ist an diesem Auto schlicht alles maßlos übertrieben. Vollständig restauriert wird ein Verkaufspreis zwischen 400.000 und 600.000 Dollar erwartet. Ein Schnäppchen natürlich — für das, was eines Tages vielleicht als die ultimative Definition von Coolness gelten könnte.
Text von Jeroen Booij, Foto mit freundlicher Genehmigung von Gooding & Co.