Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Über viele Jahre hinweg führte das amerikanische Chemieunternehmen DuPont Umfragen zu den Lieblingsfarben von Autobesitzern durch. Das Ergebnis wurde zunehmend eintönig: Weiß, Silber, Silbergrau, Grau und Schwarz dominierten die Ranglisten. Silbergrau galt als sichere Wahl, oft aus Rücksicht auf den Wiederverkaufswert, und solche Fahrzeuge mussten zudem seltener gewaschen werden. Glücklicherweise gab es immer Ausnahmen—ein hervorragendes Beispiel ist der psychedelisch bemalte Volkswagen Typ 2. Keine Folierung, sondern handbemalt während des „Summer of Love“ mit verspielten Blumenmustern und wirbelnden Formen.
Das bekannteste Beispiel? Der sogenannte „Woodstock-Bus“, wie er später genannt wurde, war ursprünglich ein Einzelstück. Im August 1969 fuhren Bob Grimm, Rick Peters und Trudy Morgal damit von Baltimore zum Woodstock-Festival. Gemeinsam bildeten sie die Band „Light“, und als das Festival unweit ihrer Heimat stattfand, beschlossen sie, dorthin zu reisen und drei Tage lang in Liebe, Frieden, Musik und allem, was sich ergab, einzutauchen. Als Transportmittel wählten sie Bobs Bus, der kurz zuvor von seinem Freund Bob Hieronimus bemalt worden war. Natürlich war der Bandname prominent angebracht, begleitet von einer Vielzahl mystischer Symbole in leuchtenden Farben.
Auf dem Festivalgelände angekommen, erhielt der farbenfrohe Volkswagen einen prominenten Platz. Während Regenschauern bot er Berichten zufolge zahlreichen Künstlern und Besuchern Schutz. Weltberühmt wurde der Bus jedoch erst durch ein von Associated Press verbreitetes Foto, das Trudy und Rick auf seinem Dach zeigt. Obwohl später Repliken entstanden (sogar von Volkswagen selbst), existiert das Original leider nicht mehr.
Text: Jeroen Booij
Bilder: Associated Press / Volkswagen PR