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Doppelte Blasen-Schönheit: die ultra-seltene Zagato Lancia auf dem Salon Rétromobile bestätigt

Es gab wohl nie eine Epoche der Eleganz, die mit der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre in Italien vergleichbar wäre. Es war eine Zeit, in der Automobilhersteller mit Stolz auf ihre Arbeit blickten: Ferraris, Maseratis, Lancias und Alfa Romeos wurden mit meisterhafter Ingenieurskunst und handwerklicher Präzision gebaut. Die großen Karosseriebauer jener Zeit hüllten diese Fahrzeuge in die elegantesten Formen – passend zu einem Land, das als Inbegriff von Romantik, Mode und Glamour verehrt wurde.

 

Schon der Anblick eines italienischen Luxuswagens aus dieser Ära ist ein Fest für die Augen, und eine Fahrt auf offener Straße ist ein Genuss für alle Sinne. Die hier vorgestellte Lancia Flaminia Sport Zagato ist ein herausragendes Beispiel dieser Gattung. Die Flaminia begann 1955 Gestalt anzunehmen, basierend auf einem Prototyp von Pinin Farina namens Florida I, der auf dem Chassis der Lancia Aurelia aufgebaut war. Ein Coupé-Prototyp, die Florida II, wurde im März 1956 auf dem Genfer Autosalon präsentiert. Im darauffolgenden April erschien auf der Turiner Automesse ein Wagen, der den Namen Flaminia trug und von Pinin Farinas Florida-Stilstudien abgeleitet war.

 

Die Serienversion der Flaminia debütierte 1957 auf dem Genfer Salon und löste die Aurelia als Lancias Spitzenmodell ab. Wie die Aurelia war die Flaminia ein hochentwickeltes Fahrzeug, das Innovationen wie Radialreifen und einen frühen V6-Motor übernahm. Letzterer wurde am Ende der Aurelia-Produktion auf 2.451 ccm erweitert. Die Flaminia brachte zudem neue Features wie ein Synchrongetriebe für alle Gänge und Scheibenbremsen rundum. Die charakteristische Gleitachsaufhängung der Aurelia wurde durch Schraubenfedern und Teleskopdämpfer ersetzt, was die Einführung einer weiteren technischen Neuerung ermöglichte: einem Hilfsrahmen, der es erlaubte, den Motor nach dem Lösen von sechs Schrauben schnell und einfach zu entfernen. Auch die bewährte De-Dion-Hinterachse der Aurelia wurde übernommen, um die Gewichtsverteilung und das Fahrverhalten zu verbessern.

Die Limousinen und Coupés der Serie ähnelten stark den Florida-Konzepten, was nicht überraschend war, da deren Design ebenfalls von Pinin Farina stammte. Für ein Cabriolet beauftragte Lancia die Firma Touring, während die sportliche Version in die Hände von Zagato gelegt wurde. In den 1950er-Jahren hatte sich Zagato als führender Konstrukteur von Gran-Turismo-Karosserien etabliert, mit einer scheinbar endlosen Liste von Aufträgen für Ferrari, Maserati, Alfa Romeo und Fiat 8V. Mit der Flaminia schuf Zagato ein weiteres Meisterwerk: Die Sport Zagato war ein aerodynamischer GT mit Scheinwerfern, die hinter Plexiglasabdeckungen verborgen waren, und dem typischen „Doppelblasen“-Dach von Zagato. Bis 1967 blieb sie in Produktion, mit einem kleinen Facelift 1960 und größeren Überarbeitungen 1964, als sie in Super Sport Zagato umbenannt wurde. Während ihrer gesamten Produktionszeit blieb sie ein exklusives Fahrzeug für wenige anspruchsvolle Käufer – nur 443 Exemplare der Sport-Version wurden zwischen 1957 und 1964 gebaut.

Dieses spezielle Modell verfügt über den begehrten 2,8-Liter-Motor mit drei Vergasern und wird mit seinem Originalmotor separat geliefert. Außerdem gehören Leichtmetallräder von Borani aus der Zeit dazu, ebenso wie die originalen Felgen, die im korrekten Gelbton der Epoche lackiert sind.

 

Natürlich ist die Sport Zagato ein Auto, das man nicht jeden Tag sieht, aber Sie können eines auf dem Salon Rétromobile bewundern – am Stand von PreWarCar.de und PostWarClassic.de. Wir präsentieren ein wunderschönes Exemplar von 1960, eines der ersten Modelle nach dem Facelift, in der eleganten Kombination von Rosso Corsa mit originalem schwarzen Lederinterieur. Und es könnte Ihres werden!

 

Doch das ist noch nicht alles. Neben der Zagato werden auch eine frisch restaurierte Amilcar C6 von 1927, ein Peugeot Bébé von 1903 und ein Bugatti Type 57 Stelvio von 1934 zu sehen sein – beide außergewöhnlich originalgetreu. Der Salon Rétromobile findet vom 5. bis 9. Februar in Paris auf dem Messegelände Expo Porte de Versailles statt. Besuchen Sie uns dort (Stand 1 R022).

 

Für weitere Informationen oder um Tickets zu buchen, besuchen Sie www.retromobile.com.

 

Publiziert:
Freitag Januar 31st, 2025
David Rex Pengilly
02 Februar 2025, 11:17
Reading your lovely article on the Lancia Zagato caused me to reflect on the sad demise of the Geneva Motor Show.
This year fewer than 200,000 visitors are expected and no major European or American manufacturers are attending.
Back in the day attendance numbers of more than 700,000 and sometimes closer to 800,000 were the norm.

Perhaps this reflects a verdict on how dull and awful modern cars have become. Ugly, vulgar designs with none of the true elegance and glamour of yester-year.
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