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Die japanischen Autos von Hans Compter: von einem kleinen Subaru bis hin zu einem Prince

Auf der ersten großen Oldtimer-Messe des Jahres, der InterClassics Maastricht, steht ein Land mit einer jahrhundertealten Kultur im Mittelpunkt — zugleich aber auch ein Land mit einer vergleichsweise späten Automobilgeschichte, die es anschließend in kurzer Zeit mehr als aufgeholt hat. Wissen Sie schon, um welches Land es geht? Richtig: Japan — das Land der aufgehenden Sonne.

Am Stand von PostWarClassic.com zeigen wir gern ein Fahrzeug, das thematisch zum Schwerpunkt der Messe passt. In diesem Jahr ist es ein besonderes Exemplar, das man vielleicht nicht sofort erwarten würde: ein Subaru 360, ein Modell, das eine wichtige Rolle bei der Demokratisierung des Autobesitzes im Nachkriegsjapan spielte. Das Fahrzeug gehört Hans Compter, einem Sammler mit einer Vorliebe für außergewöhnliche, möglichst originale Autos. Und neben dem Subaru besitzt er in Neuseeland noch weitere japanische Fahrzeuge in seiner Sammlung.

 

1965 Subaru 360

Der Subaru 360 ist ein kleiner, leichter japanischer Kei-Wagen aus den späten fünfziger und sechziger Jahren. Ein kei jidōsha ist eine besondere Kategorie ultrakompakter Fahrzeuge, die eingeführt wurde, um erschwingliche, sparsame und stadtorientierte Mobilität zu fördern.

Der Subaru verfügte über einen im Heck eingebauten Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 356 cm³ (knapp unter der 360-cm³-Grenze für die Kei-Klasse), ein markant rundes, „blasenförmiges“ Design und bot für seine kompakte Größe überraschend viel Innenraum. Dank seines geringen Gewichts und der einfachen Technik war er günstig in Anschaffung und Unterhalt.

Das Exemplar, das auf der InterClassics Maastricht gezeigt wird, befindet sich seit mehr als 35 Jahren im Besitz von Hans Compter und ist bis heute in unrestauriertem Originalzustand erhalten.

 

1961 Toyota Publica

Ende der fünfziger Jahre besuchten zwei Führungskräfte von DAF Toyota, um über den möglichen Einsatz der Variomatic in einem kleinen Toyota zu sprechen. Letztlich kam es nicht zu einer Zusammenarbeit: Toyota entwickelte stattdessen ein eigenes kleines Automatikgetriebe, die Toyoglide — und genau dieses Getriebe ist auch in dieser Publica verbaut.

Hans kaufte das Fahrzeug in Wagga Wagga (New South Wales, Australien) in den achtziger Jahren und fuhr damit nach Sydney, um es nach Neuseeland verschiffen zu lassen. Inzwischen lebt das Auto seit rund vierzig Jahren „down under“.

 

Suzuki Fronte

Der Suzuki Fronte war ein japanischer Kei-Wagen, den Suzuki ab den sechziger Jahren als kompakte Personenwagen-Baureihe oberhalb der Suzulight-Modelle produzierte. Wie der Subaru 360 gehörte auch der Fronte zur ersten Generation populärer Kleinstwagen, die den Autobesitz in Japan deutlich erschwinglicher machten.

Hans kaufte seinen Fronte in den neunziger Jahren in Neuseeland — vermutlich vom Erstbesitzer. Ein interessantes kleines Auto mit einem quer eingebauten Dreizylindermotor im Heck.

 

1965 Prince Gloria (S40-Serie)

Nach Hans’ Ansicht eines der elegantesten japanischen Automobildesigns überhaupt. Die Prince Motor Company war bis 1966 ein eigenständiger Hersteller und bekannt für anspruchsvolle, technisch fortschrittliche Modelle der oberen Mittelklasse.

Die Gloria der S40-Generation wurde kurz vor der Fusion mit Nissan gebaut und war die luxuriösere Schwester des Skyline. Sie besaß Hinterradantrieb und war meist mit einem 1,9-Liter-Vierzylinder ausgestattet (einige Versionen hatten einen Sechszylinder). Nach der Fusion wurde der Modellname als Nissan Gloria weitergeführt.

Die Fotos entstanden am Tag des Kaufs in den achtziger Jahren auf der Südinsel Neuseelands. Anschließend fuhr Hans rund 1.600 Kilometer damit nach Hause, nach Kauri im Norden des Landes.

 

1965 Honda T500 / TN-Serie Pick-up

Hans schickte uns zudem ein Foto seines Honda, aufgenommen in den neunziger Jahren im australischen Queensland. Die T500- / TN-Serie war ein leichter Transporter, der von Mitte der sechziger bis Anfang der siebziger Jahre gebaut wurde — die kleine Nutzfahrzeugvariante, die Honda parallel zu seinen frühen Personenwagen produzierte. Verwandt mit dem Honda T360, also tatsächlich: ein Kei-Truck.

Der Motor ist mittig hinter der Kabine eingebaut und verfügt über zwei obenliegende Nockenwellen. Dieser leichte Transporter war für Honda von großer Bedeutung, weil er zeigte, dass der Hersteller weit mehr konnte als nur Motorräder zu bauen.

 

Weitere japanische Fahrzeuge in der Sammlung?

In den achtziger Jahren verschiffte Hans einen Mazda-Kleinstwagen von Sydney nach Kauri (Neuseeland). Leider stand dieser zu lange im Freien und wurde Ende letzten Jahres als Restaurierungsprojekt an einen Mazda-Sammler verkauft.

Außerdem besitzt er noch ein seltenes Contessa-Coupé — von diesem Modell wurden nur zwei Exemplare nach Neuseeland importiert. Hans berichtet außerdem von einer viertürigen Hino Contessa, die er nach vielen Jahren zuverlässigen Alltagsbetriebs nach Perth in Westaustralien verkaufte. Zudem hat er noch einen weißen Isuzu Bellett, der jedoch zu lange im Freien stand und inzwischen nur noch als Teileträger geeignet ist.

Hans erzählt weiter:
„In den sechziger Jahren fuhr ich auch einen Isuzu Bellel-Diesel. Damit zog ich unseren Anhänger und habe viele Oldtimer quer durch die Niederlande ausgeliefert. Ich erinnere mich noch gut daran, wie das ganze Auto beim Drehen des Zündschlüssels wackelte. In den neunziger Jahren hatten wir außerdem noch einen Datsun Bluebird von 1965 — in dem hat mein Sohn Dennis Compter das Autofahren gelernt. Wenn ich zurückblicke, sind bei uns fast alle gängigen japanischen Marken einmal vorbeigekommen.
Was Ersatzteile betrifft: Irgendwo im Gras auf unserem Grundstück liegt noch ein Daihatsu Compagno — recht selten, aber nur noch als Teileträger geeignet. Vermutlich sucht in Europa niemand danach… vielleicht in Japan?“

 

Details:

  • Veranstaltung: InterClassics Maastricht
  • Thema: Legends of the Rising Sun
  • Datum: 15. – 18. Januar 2026
  • Ort: MECC Maastricht, Niederlande
  • Tickets: Hier klicken

 

Publiziert:
Donnerstag Januar 8th, 2026
M Hans Compter
12 Januar, 17:51
Hello Mick, Thanks for your remarks. However you may not have understood that nearly all our Japanese rare cars are not for sale and are in our Family Trust in New Zealand. I consider myself a lucky guy in that I do not need to offer our collection of rare cars to an auctioneer to be sold after my death because I have a son who is also keen to continue with them and two grandsons who already drive around in them on our own roads on our 12 hectare property. But we need to also be realistic and offer some of the unrestored cars which need too much work for my son Dennis Compter for sale. That is why the cute little Subaru can now after 35 years of ownership be bought in Maastricht. It is very rare and is a case of First come First serve.
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Mick
12 Januar, 07:13
Sadly, too many of these right-hand drive classics end up being shipped to European auction houses at considerable expense, which is ultimately passed on to the buyer. There would be lots of interest 'Down-Under' if they were offered here, but we are left out of the loop. It isn't logical to pay for shipping to Europe, and then back to Australia, New Zealand, or indeed to Japan.
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