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Von Le Mans nach Maastricht: der Mazda 787B

Mit InterClassics Maastricht vor der Tür freuen wir uns bereits jetzt auf die Veranstaltung — auf die Autos, die Menschen und die besondere Atmosphäre. Vor allem Letzteres versteht die Messeorganisation jedes Jahr auf hervorragende Weise zu inszenieren. Schon beim Betreten des Gebäudes wird die Spannung aufgebaut, die Hallen sind ansprechend gestaltet und jedes Jahr ist ein starkes Thema mit einer besonderen Ausstellung verbunden.

 

In diesem Jahr lautet das Thema Legends of the Rising Sun. Ein Thema, dem nicht immer so viel Aufmerksamkeit zuteilwird, das diese jedoch ohne Zweifel verdient. Japan stieg vergleichsweise spät in die Automobilgeschichte ein, entwickelte sich jedoch ab den 1950er-Jahren rasant zu einem bedeutenden Hersteller mit mehreren ikonischen Modellen. Man denke an den Toyota 2000GT, den Toyota Land Cruiser, den Subaru Impreza und natürlich an Mazdas Wankelmotor-Modelle. Eines davon wird in Maastricht sogar zu sehen sein — ob es gestartet wird, wissen wir nicht, aber wir freuen uns schon jetzt darauf, es aus nächster Nähe zu erleben.

 

Es handelt sich um einen Mazda 787B, ein Fahrzeug, das normalerweise im Musée des 24 Heures du Mans ausgestellt ist. 1991 schrieb diese rotierend angetriebene Maschine Motorsportgeschichte, indem sie als erster — und bis heute einziger — japanischer Hersteller die 24 Stunden von Le Mans gewann. Zugleich war es der einzige Sieg eines Fahrzeugs mit Wankelmotor in diesem Rennen. Der vierrotorige Wankelmotor erwies sich nicht nur als schnell und beeindruckend, sondern auch als überraschend zuverlässig — etwas, das zu dieser Zeit keineswegs selbstverständlich war.

 

Der historische Le-Mans-Sieg von 1991

Zum siegreichen Mazdaspeed-Team gehörten Johnny Herbert, Volker Weidler und Bertrand Gachot. Der 787B war mit dem Mazda R26B Vierrotor-Wankelmotor mit rund 700 PS, einer maximalen Drehzahl von etwa 9.000 U/min, einem Carbon-Monocoque-Chassis und einem geringen Gesamtgewicht ausgestattet. Dies führte zu einem Fahrzeug, das sich durch hohe Zuverlässigkeit und Effizienz auszeichnete, stark verzögerte und schonend mit Reifen und Bremsen umging — große Vorteile in einem 24-Stunden-Langstreckenrennen.

Wie anspruchsvoll der Einsatz war, zeigte sich, als Herbert nach seinem Schlussstint so erschöpft war, dass er zusammenbrach und die Siegerehrung verpasste.

 

Das originale siegreiche Fahrzeug befindet sich heute im Mazda Museum in Hiroshima, Japan. Zudem hat Mazda ein identisches Ausstellungsexemplar (Chassis #04) dem Musée des 24 Heures du Mans gestiftet.

 

Text: Laurens Klein, Fotos: InterClassics

 

Details:

  • Veranstaltung: InterClassics Maastricht
  • Thema: Legends of the Rising Sun
  • Datum: 15. – 18. Januar 2026
  • Ort: MECC Maastricht, Niederlande
  • Tickets: Hier klicken

 

Publiziert:
Montag Januar 5th, 2026

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