Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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An der südöstlichen Küste Frankreichs, am azurblauen Mittelmeer, liegt die Stadt Nizza – berühmt für ihr mildes Klima, ihre mondäne Ausstrahlung und ihre prachtvolle Promenade. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Côte d’Azur eine wahre Blütezeit, in der sich Jetsetter, Künstler und Touristen vom mediterranen Licht und dem mondänen Flair verführen ließen.
Auf einer alten Postkarte aus dem Jahr 1952 sehen wir eine stimmungsvolle Szene der Promenade des Anglais. Die Eleganz der Epoche zeigt sich in jedem Detail: in den akkurat ausgerichteten Terrassenstühlen, der von Palmen gesäumten Uferstraße – und natürlich in den Autos.
Entlang der Küstenstraße ist eine bunte Vielfalt an Fahrzeugen geparkt: eine Mischung aus französischen, britischen und amerikanischen Modellen der 1940er- und frühen 1950er-Jahre. Unter den bekannten Exemplaren entdecken wir Peugeots, Citroëns, einige imposante Packards und vielleicht einen Austin oder Ford. Die Karosserieformen reichen von schlichten Limousinen bis hin zu eleganten Coupés.
Was diese Postkarte jedoch wirklich faszinierend macht, ist ein geheimnisvolles Fahrzeug, das teilweise hinter einer Straßenlaterne verborgen ist – knapp rechts von der Bildmitte. Es handelt sich um ein Cabriolet (Drophead Coupé) mit einer markanten Frontpartie und einem ungewöhnlichen Kühlergrill.
Es wurden bereits Vermutungen geäußert: Könnte es sich um eine seltene Ausführung eines Talbot-Lago, Hotchkiss oder gar Delage handeln? Das Modell scheint eine handgefertigte Karosserie zu tragen, möglicherweise von einem unabhängigen Carrossier – etwas, das bei Luxusmarken jener Zeit nicht unüblich war.
Der Kühlergrill ist auffällig: vertikal ausgerichtet, relativ schmal und leicht geneigt – im Gegensatz zu den breiten, horizontal betonten Designs vieler Nachkriegsfahrzeuge. Diese Details deuten darauf hin, dass es sich um ein seltenes oder sogar einzigartiges Modell handeln könnte. Vielleicht eine Sonderkarosserie von Chapron, Figoni et Falaschi oder Letourneur et Marchand?
Bis heute ist die genaue Identität dieses Cabriolets ungeklärt. Vielleicht gelingt es einem Kenner mit einem geschulten Auge für historische Karosserien, das Rätsel zu lösen. Wir sind gespannt auf Hinweise.