Das weltweite Magazin und der Marktplatz für Oldtimer-Enthusiasten – von Enthusiasten.
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Dieses Bild scheint eine Vintage-Werbung oder ein Promotionfoto aus den 1960er- oder frühen 1970er-Jahren zu sein. Viel mehr gibt das Internet dazu nicht her. Kein Modellname, kein eindeutiger Ort, keine bekannten Gesichter – nur eine sonnendurchflutete Piazza, ein paar stilvolle junge Menschen und ein Auto, das alle Blicke auf sich zieht. Also bleiben wir bei dem, was wir wissen – oder zumindest zu wissen glauben: dem Auto.
Das ist ein Lancia Fulvia Coupé, mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Serie 1, erkennbar am schlanken Stoßfänger, dem markanten Kühlergrill und den klassischen runden Scheinwerfern. Das Fulvia Coupé wurde 1965 vorgestellt – ein Meisterstück italienischer Ingenieurskunst und Formgebung, abgeleitet von der Fulvia Berlina, die zwei Jahre zuvor ihr Debüt feierte. Benannt nach der antiken römischen Via Fulvia, die Tortona mit Turin verband, trug der Wagen Lancias Tradition mit Eleganz und technischer Raffinesse weiter.
Damals wurde der Fulvia als direkter Konkurrent anderer perle italiane wie der Alfa Romeo Giulia und dem Fiat 1300 positioniert, doch er setzte sich in entscheidenden Punkten ab. Unter der Haube arbeitete ein technisches Kleinod: ein schmalwinkeliger V4-Motor mit Frontantrieb – für die Zeit ungewöhnlich, aber bemerkenswert effektiv. In Kombination mit vier Scheibenbremsen, Einzelradaufhängung vorn und einem Fahrwerk, das wie gemacht war für kurvige Alpenstraßen, bot der Fulvia ein Fahrerlebnis, das ebenso belohnend war wie seine Optik.
Was dieses Foto so eindrucksvoll macht, ist die Mühelosigkeit, mit der es den Geist des Fulvia einfängt – stilvoll, zurückhaltend und unverkennbar italienisch. Die Café-Tische und Klappstühle, die entspannten Posen, das lässige Selbstvertrauen der Epoche. Mit dieser Werbung verkaufte man nicht nur ein Auto. Man verkaufte ein Stück la dolce vita.
Vielleicht werden wir die ganze Geschichte hinter diesem Foto nie erfahren. Aber dank des Fulvia wissen wir genug.